Wieder einmal boten die Landfrauen des Bezirks Stockach-Engen einen Kreativkurs an. Seifen sieden, lautete der Titel. Jeannette Kronfoth aus Mühlingen freute sich über das Interesse der Teilnehmerinnen, welche von Radolfzel bis Hohenfels, Nenzingen und aus der Gemeinde Mühlingen eigens an zwei Abenden nach Zoznegg gekommen waren. Nach einer kurzen Einführung zur Herstellung und den verwendbaren Materialien als Grundstoffe wie Kokosfett, Olivenöl, Bienenwachs oder auch Sheabutter beispielsweise erklärte sie dann den Herstellungsprozess ausführlich. Ganz besonderes Augenmerk galt der Sicherheit der Teilnehmerinnen, welche mit Schutzhandschuhen und Schutzbrillen dann beim Einrühren des Natrium Hydroxid im Freien arbeiteten um auch keiner Gefahr für die Atemwege ausgesetzt zu sein. Nach dem Einrühren in das nach Rezept abgewogene Wasser, ging es dann Schlag auf Schlag. Alle zuvor bereitgestellten Zutaten für Optik und Duft standen griffbereit. Ebenso das zuvor geschmolzenen festen Fette, welche unter Rühren auf die selbe Temperatur wie das Laugenwasser gebracht wurden. Dann fügte jede Gruppe ihrem Rezept entsprechend die akribisch vorbereiteten Zutaten hinzu und emulgierte die Masse mit Holzlöffeln und Stabmixern auf, bis sich die Masse zu einer puddingartigen Konsistenz verändert hatte. Nun wurden die bereitgestellten Formen aus Silikon füllten sich binnen wenigen Minuten. Der zweite Kursabend wurde dann von den Teilnehmerinnen zum Schneiden und verteilen der produzierten Seifen genutzt. Auf mit Backpapier belegten Tabletts konnte dann jede Teilnehmerin zu den jeweiligen Rezepten ein Probestück mit nach Hause nehmen, um für sich selbst neue Seifen zu entdecken. Im Anschluss tauschten sich die Frauen noch über die Aktivitäten des Bezirks aus, und es wurde bereits eine Fortsetzung des Seifenkurses für das kommende Jahr vereinbart. Dann werden Salben aus selbst frisch gesammelten Kräutern vor Ort frisch verarbeitet.

Eine Reise durch die Staudenwelt

Das Netzwerk der Staudengärtnereien umspannt die ganze Welt – eine Gruppe der Landfrauen Stockach-Engen wurde bei ihrem Besuch der Staudengärtnerei Müller in Tuningen für kurze Zeit ein Teil davon. Bei strahlendem Sonnenschein startete ein Bus mit über 45 Landfrauen zu einem Halbtagesausflug zur Staudengärtnerei nach Tuningen. Herr Müller mit seinem Team begrüßte die Landmädels und führte die interessierten Frauen durch seinen Familienbetrieb. „Der Produktionszyklus für Stauden beträgt ein bis 2 Jahre und die Pflanzen haben in unseren Hausgärten eine durchschnittliche Lebenszeit von ca. 7 Jahren“ berichtet der interessierte Staudenspezialist. „Ein reiner Staudenbetrieb“ in dem derzeit die Stecklinge gesteckt werden, im kommenden April die Pflanzen eingetopft und im darauffolgenden Herbst die fertige Staude vermarktet wird. Herrlich duftende Staudenbeete soweit das Auge reichte erwarteten die Besucherinnen. Der gelernte Staudengärtnermeister erklärte dass seine Stauden aus Kanada und Russland, aus China und Österreich, aus Malaysia oder Südafrika stammen. In unseren Anlagen wachsen Stauden auch aus vielen fremden Ländern. „Pflanzenjäger“ brachten die mehrjährigen Pflanzen einst von ihren teils verwegenen Expeditionen mit und wurden dadurch nicht selten berühmt. Weil Stauden sowohl im Garten und auf dem Balkon als auch in Parkanlagen wachsen, kaufen bei Müllers neben Hobbygärtnern auch Landschaftsgärtner ein sowie Auftraggeber der Öffentlichen Hand. Das Wissen um die Pflanze macht Staudengärtner auch innerhalb des Gartenbaus zu einem wichtigen Partner, so liefert der Betrieb Müller seine Staudenware bis nach Nürnberg. Besonders interessant für die Landfrauen waren verschiedene Quendelsorten, die eine lange Blütezeit bis Ende Herbst haben und herrlich duften. Derzeit bereitet Herr Müller und sein Team eine Lieferung mit 1000 Lavendel Pflänzchen für einen Kunden in der Schweiz vor. Das Besondere daran, der hier vermarktete vegetativ vermehrte Lavendel ist sehr standfest und robust. Bis zu 2500 Lavendelpflanzen befinden sich in einem Beet. Die Staudengärtnerei Müller hat ca. 500.000 Pflanzen und über 1000 Sorten, besonders sind auch die über 20 Ritterspornsorten zu nennen. Ein „Kleiner Italiener“ begrüßte die Landfrauen zwischen den Beeten, die Mini Geranie „Guiseppe“ für den Steingarten geeignet und remontierend blühend überzeugte die Hobbygärtnerinnen vor Ort. Ein Traum für jeden Hausgartenbesitzer wäre das vorhandene vollautomatische Bewässerungssystem der Staudengärtnerei. Hier werden für den gesamten Betrieb bei einem einzigen Durchlauf bis zu 24.000 Liter Wasser zum Bewässern verwendet, eine stolze Menge, die gerade bei dem zurückliegenden heißen Sommer nicht zu unterschätzen war. Im Anschluss an die hervorragende Führung durch den Staudenbetrieb hatten die Landfrauen noch die Möglichkeit zum Staudeneinkauf in guter Gärtnerqualität. Herrlichen Kuchen und deftige Herbstschmankerl im Kaffee Storz im nahegelegenen Tuningen rundete die gelungene Halbtagesfahrt ab.

 

Wie kreativ Landfrauen des Bezirks Stockach-Engen sind, konnten die 7 Teilnehmer des Nähkurses Mittelalterliches Gewand in Wahlwies jetzt hautnah miterleben. Unter dem Motto „Mittelalter“ konnten die jungen Frauen ihre eigenes Mittelalterkleid umsetzten, die wichtigsten Handgriffe lernen und ihre „Näherfolge“ feiern. So machten sich die Kursteilnehmer mit Stoff, Garn und Schere auf ins Nähstudio Höss nach Wahlwies, suchten sich bei der Kursleiterin Frau Endres ein Plätzchen aus und stellten ihr Geschick mit der Nähmaschine unter Beweis. Anregungen zum Nähen, Tipps und Tricks im Umgang mit der Nähmaschine gab es bei der Kursleiterin und auch unter den Teilnehmerinnen wurde rege ausgetauscht.

Viele sind "Wiederholungstäter", können gar nicht genug kriegen. Was und wie schnell genäht wird, richtet sich nach dem Niveau der Gruppe. Aber ganz blutige Anfänger waren in dieser Runde keine dabei. Da können dann auch die Wünsche der Teilnehmer berücksichtigt werden. So hatte sich Elisabeth Bader aus Aach, die ihren letzten Kurs in ihrer Jugendausbildung absolvierte, zum Beispiel ein Stoff vorgenommen, der sehr edel aber auch empfindlich war. Das Stück musste besonders sachte zugeschnitten und genäht werden. Ob das wohl was würde, war Sie anfangs skeptisch, aber bei der Anprobe sah es spitze aus. Das zweite Mal mit von der Partie war Karin Nagel aus Hohenfels, die zuvor bereits einem Dirndlnähkurs besuchte. "Es macht Spaß", erklärte sie, "hier lernt man noch Kniffe, die man vorher nicht kannte". Mit den modernen Overlookmaschinen gebe es außerdem immer mehr Möglichkeiten. Mit viel Elan konnten die Frauen ihr Erstlingswerk Mittelalterkleid nach 7 Kursabenden mit nach Hause nehmen. Eine tolle Erfahrung für die Gruppe die ihre Kleider anschließend auf dem Mittelaltertreffen in Aach präsentierten. Die Landfrauen Stockach-Engen sind begeistert und planen den nächsten Nähkurs im kommenden Frühjahr 2016. Es soll ein Westernkleid genäht werden, passend zum Westerntreffen in Nenzingen.

 

Der Jahresausflug 2015 der Landfrauen Stockach-Engen ging dieses Jahr in den schönen Schwarzwald. Vier Busse voll mit aktiven Landfrauen des Bezirksvereins Stockach-Engen konnten an insgesamt 4 Terminen teilnehmen. Nach kurzer Busreise über den Randen zur Blattertmühle nach Wellendingen begrüßte uns dort Familie Blattert zum Mühlenfrühstück. Eine Mühlenbesichtigung vom Korn zum Mehl und eine Backvorführung durch die Seniorchefin überzeugte so manche Landfrau die selbst schon jahrelang Brot backt. Beim Besuch des Mühlenladens waren Zopfbrotmehl und Linzertortenbackmischung besonders beliebt bei den Landfrauen.

Alle Mühlenprodukte können bei Familie Blattert auch online bestellt werden, was so manche Landfrau überraschte.

Weiter ging es über Lörrach ins Rheintal zum Betrieb Fünfschilling nach Fischingen. Nach einem schmackhaften regionalen Mittagessen in modernem Ambiente übernahm im Anschluss der Seniorchef zur Führung durch den Betrieb. Bauernladen, Hofcafe, Backstube und Gemüsehandel in XXL-Version beeindruckte alle Mitreisenden. Der Betrieb Fünfschilling hat viele Schweizerkunden aufgrund der Grenznähe zur Schweiz und neben den Familienarbeitskräften managen Abteilungsleiter für Hofladen und Backstube die hohe Anzahl an erforderlichem Personal. Die Landfrauen erkundeten den Hofladen mit großer Wein- und Sektauswahl, besonders interessant war hier die Vermarktung der handlichen 1/2l Weinflaschen. Freiburger Spargel und für viele die ersten Erdbeeren waren der Einkaufshit im Hofladen. Vierzig verschiedene Kuchenvariationen bot der Besuch des beliebten Hofcafes und bei Sonne pur genossen viele noch ein beliebtes Zartbitter- oder Mangoeis.

Mit interessanten Eindrücken des Rheintals ging es dann weiter mit dem Bus durchs schöne Wiesental. Der Feldberg überraschte noch mit letzten Schneeresten an den Skihängen. An Belchen und Titisee vorbei erwartete uns das Gasthaus Kuhstall in Döggingen. Mit „Dinnele und Salatbuffet“ beindruckte das gut geführte Lokal die Frauen zum Abschluss des diesjährigen Landfrauenausfluges. Vielen Dank an die Organisatoren und Reiseguides, wir freuen uns schon auf den Jahresausflug 2016.

Mitglied werden im Bezirk Stockach - Engen

Mitglied werden in unserem Verein ist ganz einfach. Kommen sie einfach zu einer unserer zahlreichen Veranstaltungen, welche im Jahresverlauf stattfinden, und sprechen sie uns an. Gerne können sie sich aber auch über das Formular welches Sie unter der Rubrik "downloads" finden anmelden.

Nähere Auskünfte, erteilt ihnen aber auch gerne eine der Bezirksvorsitzenden.