Zu einem gemeinsamen Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und Cordula Kovac MdB Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, hatte der CDU Bundestagsabgeordnete Andreas Jung eingeladen. Er hatte den Termin gemeinsam mit der Bezirksvorsitzenden der Konstanzer Landfrauen Martina Auer, sowie den Vorsitzenden des Nachbarbezirkes Stockach-Engen Karina Stengelin, Andrea Lang und Doris Eichkorn abgestimmt. Treffpunkt war der Brunnenhof von Martina Auer. Im Garten des Landwirtschaftlichen Betriebes wurden dann die Brennpunkte der aktuellen aktiv produzierenden Bäuerinnen ebenso wie die Frage der Verbraucherbildung vom Kindesalter, bis hin zur Verkaufsförderung regionaler Produkte thematisiert. Karina Stengelin ist seit vielen Jahren im Bereich der Verbraucheraufklärung und Verkaufsförderung regionaler Produkte unterwegs. Sie bewirbt nach einer Weiterbildungsmaßnahme des Bildungs- und Sozialwerkes nun durchweg regionale Produkte in den Märkten des Lebensmitteleinzelhandels, sowie auf Messen. Der Verbraucher ist durchaus bereit, mehr für seine Ernährung auszugeben, allerdings werde es ihm durch den Jungle von Billigangeboten mit welchen viele Märkte in ihrer Werbung die Kunden lenkten nicht gerade leicht gemacht. Sie forderte eine weitere Förderung in diesem Bereich durch das Ministerium. Heidi Schlatterer, Mitglied im Verein "Lernort Bauernhof" zeigte sich als sehr besorgt über den Kenntnisstand von manch Schulkindern aber am meisten noch über die Unkenntnis der die Schüler begleitenden Erwachsenen. Ein Kalb von einer Kuh zu unterscheiden oder auch nur die gängigsten Dinge wie Heu und Stroh auf einem Bauernhof nicht unterscheiden zu können, dies sein ein erschreckendes Zeichen. Sie sehe weiteren starken Förderbedarf. Allerdings seien die Mittel welche hierzu für den Verein notwendig seien immer noch nach wie vor sehr knapp bemessen und gingen bereits jedes Jahr sehr schnell zur Neige. Kordula Kovac äußerte sich hier genauso besorgt. Ihre Apell für die Stärkung der zukünftigen Generation gerade in grundlegenden Dingen in der Verbraucherbildung schon im Schulalltag, gab den Landfrauen Hoffnung. Sie sehe es als eine der wichtigsten Dinge, dass in den Lehrplänen der Länder sich wieder der Unterricht mit den Dingen rund um die Ernährung, den Einkauf mit Hinblick auf Saisonales und Regionales verankert werden müsse. Die Kinder müssen wieder lernen, wo diese Dinge herkommen und was man mit ihnen  machen kann. Doris Eichkorn erinnerte an die Übergabe der über 150.000 Unterschriften, welche am 12.9.2014 am Rande der Kultusministerkonferenz vom Deutschen Landfrauenverband übergeben wurden, mit welchen die Unterzeichnerinnen die Einführung eines separaten Schulfachs mit sogenannten Alltagskompetenzen verbindlich über alle Schularten forderten, und freute sich über Kovacz´s Sichtweise. Friedlinde Gurr-Hirsch konnte einige Punkte mit in das Ministerium nehmen. Andrea Lang beispielsweise sprach die schlechte Internetverbindung auf den vielen Gehöften an. Hier sollen die Betriebe neben ihrer vielen Arbeit auch noch tage- oder nächtelang damit verbringen, bis endlich die Luftbilder bei der Antragsstellung aufgebaut sind. So kann das nicht weitergehen. Ihre Tochter Michaela welche bis in einigen Jahren den Hof übernehmen werde und viele andere Berufskollegen sind heutzutage auf eine stabile und schnelle Verbindung zur Erledigung des Tagesgeschäftes angewiesen. Kommuniziert werde per Mail, Anträge und andere Dinge werden nur noch online erledigt. Fernüberwachungen von Biogasanlagen oder PV-Anlagen laufen über das Internet. Hier sah sie ebenso wie andere noch einige weiße Flecken in der Netzabdeckung welche es noch zu schließen gelte um die Betriebe weiterhin zukunftsfähig auszurichten. Doris Eichkorn erinnerte an den Spagat welche viele Familien und gerade die Frauen im ländlichen Raum zu bewältigen hätten. Kinder gebären und erziehen, Stallarbeit, Altenteiler, die vielen Dinge wie HIT-Meldungen, den gemeinsamen Antrag oder auch die Büroarbeit müsse man in der heutigen Zeit fest im Blick behalten. Man habe viele Berufe als Bäuerin, viele Betriebe werden zu ihrer Arbeit noch gezwungen weitere Einkommensquellen zu erschließen, da 50 Kühe heutzutage nicht mehr alleine genügen um eine Familie zu ernähren. Direktvermarktung, Hofladen und viele andere Dinge werden dann noch nebenbei und mit oft sehr großem zeitlichem Aufwand zusätzlich geleistet. Eine andere Landfrau erinnerte hierauf daran, dass andere Berufe schon bei einer viel geringeren Arbeitszeitbelastung streiken würden, diese Möglichkeit der Landwirtschaft allerdings ebenso wie auch oftmals der Jahresurlaub oder Zusatzqualifikationen wie ein 13. Monatsgehalt fehlen würden. "Wenn ich sehe mit wieviel Einsatz unsere Landwirte hier im Hegau unsere schöne Landschaft pflegen, und was sie letztlich dafür bekommen wundert es mich nicht, wenn viele ihre Betriebe aufgeben müssen. Ich hoffe nur, dass das Land nicht einst all diese Flächen pflegen muss", so der anwesende stellvertretende Bürgermeister Rudolf Caserotto. Auch er hoffe, dass die Landwirtschaft wieder bessere Preise für ihre mit viel Mühe und Zeit erzeugten Lebensmittel bekommen werde, und die Politik sich hierfür bald greifende Konzepte einfallen lasse. Es wurde heftig diskutiert, bis dann kurz vor Ende ein leichter Nieselregen den Termin abrupt zu beenden drohte. Doch, die Gastgeschenke der Stockacher Landfrauen an die Abgeordneten ließen noch ein Schlussresumée zu. Ausgestattet mit Schirmen, welche mit der Botschaft der Landfrauen sie bitte politisch zukünftig nicht im Regen stehen zu lassen übergeben wurden, und einem kleinen Vorrat "regionaler Milch" welche stellvertretend für den Einsatz für alle Milchbäuerinnen und ihre Familien an Andreas Jung übergeben wurden, endete dann der Nachmittag.

Mit Kaffee, Ei und Brötchen kennt es jeder. Doch mit Vorträgen, Gemütlichkeit und guten Gesprächen schmeckt es noch besser. Damit das Frühstück als erste Mahlzeit des Tages auch wirklich allererste Sahne ist, hatten sich die Landfrauen Stockach-Engen sehr viel einfallen lassen. Fast 90 Landfrauen wussten das zu schätzen und kamen zum Landfrauenfrühstück in das »Zollhaus« nach Ludwigshafen.

Doris Eichkorn begrüßte die Gäste aus Nah und Fern und freute sich über die sehr gute Resonanz. Denn dieser feste Punkt im Jahresprogramm ist eines der Highlights. »Diana Specht hatte das Frauenfrühstück organisiert und für einen kleinen Überraschungseffekt gesorgt«, verrät der Pressetext. Die Stimmung war bestens, und so hatte es Referentin Lucia Rauh nicht leicht, als sie die Damen für die frühere Zeit Hildegards von Bingen geschichtlich begeistern wollte.

Doch die Heilpraktikerin aus Salem hatte Wissenswertes zum Thema parat, die angeschnittenen Themen sorgten für reichlich Gesprächsstoff, und das Referat inspirierte manche Zuhörerin dazu, ihre Ernährung künftig aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Es war ein interessantes, gelungenes Frühstück, so der Tenor im Pressetext, bei dem das Fasten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde. 


 

Ein Seminar der Landfrauen Südbaden

Der Landfrauenverband Südbaden veranstaltete ein Seminar für professionelles Schreiben. Am Samstag, den 20. Februar zeigte die freie Redakteurin Doris Burger den wissbegierigen Teilnehmerinnen die Grundzüge des journalistischen Schreibens. „ Wer kennt das nicht, der Kopf ist voller Ideen, aber will sich nicht füllen?“ Doris Burger übte mit den 12 teilnehmenden Frauen an praktischen Beispielen die Anwendung der „ sechs W´s“ und des „O-Tons“ des lebendigen Schreibens. Motiviert nach diesem Tag verfassen die Teilnehmerinnen jetzt erfolgreicher ihre Berichte. Das Tagesseminar fand im Landwirtschaftsamt in Donaueschingen statt. Eingeladen wurde überregional von den Landfrauen Südbaden und die weitest angereiste Teilnehmerin kam aus dem verschneiten Kinzigtal.

Landfrauen veranstalten Workshop zum schnellen kochen

Schummel Pizza aus Spaghetti und Gemüse brutzelt im Ofen. In kurzer Zeit wird dieses Gericht auf dem Tisch stehen. Mitte Februar fand im Amt für Landwirtschaft in Stockach, ein Workshop zum Thema 5 vor 12 – Gerichte für Eilige statt. 20 Teilnehmer versuchten sich an Rezepten für eine schnelle Küche. Christa Schlageter vom Forum Ernährung und Verbraucherbildung referierte über schnelle Küche im Alltag. „Mit ein wenig Planung lassen sich leckere Gericht schnell selbst kochen“ sagte die Hauswirtschaftsspezialistin. „Ohne Planung geht es nicht, Vorbereitung ist die halbe Mahlzeit.“ Bei Vielbeschäftigen bleiben Haushalt und Kochen oft auf der Strecke. Christa Schlageter rät dazu, wichtige Grundnahrungsmittel vorrätig zu haben. Kettenkochen ist eine Möglichkeit, dass heißt die doppelte Menge kochen, einen Teil gleich verwenden und den anderen einfrieren. 
Moderne Küchentechnik und Zeitschaltautomatik an Backöfen erleichtern die Zubereitung von Mahlzeiten. Die Teilnehmer kochten gemeinsam in der Schulküche, trotz knapper Zeit, frische und gesunde Mahlzeiten.

Einige Landfrauen und Landmänner fanden Ende Januar den Weg ins Gasthaus Ritter nach Nenzingen, um bei einer Vortragsveranstaltung der Landfrauen Stockach-Engen Neues zum Thema Smartphone zu hören. Mit dem Vortragstitel „Smartphone-Einführung in die Bedienung und Umgang mit einem Smartphone“ lockte der Landfrauenverband über 30 Teilnehmer nach Nenzingen. Karina Stengelin begrüßte alle Gäste aus nah und fern und die Referentin Marlene Micanovic aus Wahlwies. Auf dem Vortragsplan standen Themen wie verschiedene Betriebssysteme, SIM-Kartengrößen, Playstorefunktionen, WhatsApp, Google Drive und siri. Zunächst erläuterte die Referentin den Aufbau eines Smartphones und die Erstinbetriebnahme dieses Gerätes. Unterschiede zwischen W-LAN im eigenen Heim und mobilem Internet unterwegs sind hierbei zu unterscheiden, so Micanovic. Ein interessierter Zuhörer fragte: „Gibt es verschiedene SIM-Kartengrößen, wie wechsle ich von altem Handy zum neuen Smartphone? “„SIM-Karten Tausch fände beim Vertragspartner oder im Mobilfunkgeschäft Vorort statt und inzwischen haben wir Mikro bzw. Nano-SIM-Karten„ berichtete Micanovic. Sie als Mobilfunkexpertin erläuterte weiter den Unterscheid zwischen einem Vertragshandy und einem Prepaidhandy. Für sie sei es wichtig eine gute Beratung vor eventuellem Vertragsabschluss anzubieten. Insgesamt gestaltet sich es schwierig alle Teilnehmer mit ihren Smartphones auf Ihrem jeweiligen „Wissensstand“ abzuholen. Aber angeschnittene Themen sorgten für reichlich Gesprächsstoff unter den Gästen und motivierten so manchen sein Smartphone zukünftig als „Freund und Helfer“ anzusehen. Rund um ein interessanter Gesprächsabend, bei dem das Smartphone nicht vor Beginn des Vortrags auf lautlos gestellt werden musste.

Jedes Jahr in der Adventszeit lädt der Landfrauenverein Stockach-Engen alle Vorstandsmitglieder zu einer gemütlichen Weihnachtsfeier ein. In diesem Jahr begrüßte das Vorstandsteam des Vereines Andrea Lang, Doris Eichkorn und Karina Stengelin die Mitglieder und Gäste im Gasthaus Ritter in Orsingen-Nenzingen. Vor Beginn des gemütlichen Weihnachtessens stimmten die Vorsitzenden die Anwesenden auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Worte der Wertschätzung und Dankbarkeit für geleistete Arbeit waren es, die das Vorstandsteam den anwesenden Landfrauen als wohlgemeinte Weihnachtswünsche zum Ausdruck brachten. An festlich geschmückten Tischen gab es feine weihnachtliche Köstlichkeiten abgerundet mit dem Gaumenschmaus und zugleich Zungenbrecher „Zimtzwetschgen“. In diesem Jahr lautete das Motto „auf auf zum fröhlichen Wichteln“ und Wichtelspaß bereicherte die Weihnachtsfeier. Kleine, originelle Mitbringsel und Gadgets, die zwar nicht viel Kosten, aber umso größere Freude bereiten hatten die Landfrauen mit im Gepäck. Aber nicht jede Landfrau bekam das vor ihr auf dem Tisch liegende Wichtelgeschenk, denn der Würfel entschied auf seine Weise, was so manche Anwesende verblüffte. Karina Stengelin rundete den Abend mit einem Geschenk für jede Landfrau einem „Landfrauenduschgel“ ab und hofft auf weiterhin gute Zusammenarbeit und viel Freude bei den Landfrauen Veranstaltungen im kommenden Jahr 2016.

In der Fotogalerie finden Sie einige Bilder des Abends!

Einige Landfrauen und viele Landmänner fanden Anfang Dezember 2015 den Weg ins Gasthaus Adler nach Mühlingen, um bei einer Vortragsveranstaltung der Landfrauen Stockach-Engen einen außergewöhnlichen Gast zu hören. Mit dem Vortrag „Christ in Staat und Politik“ imponierte der Militärseelsorger und frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Pascal Kober die Besucher. Dem Vorstandsteam der Landfrauen Stockach- Engen, Doris Eichkorn, Karina Stengelin und Andrea Lang, war es ein besonderes Anliegen Pascal Kober für eine Veranstaltung in unserer Region zu gewinnen. Karina Stengelin begrüßte alle Gäste und der Kirchenmann Kober trat bescheiden vor die Zuhörer, unter Ihnen jede Menge lokale Prominenz aus der Kommunalpolitik. Der Referent war von 2009 bis 2013 als FDP- Bundestagsabgeordneter als einer von zwei Pfarrern im Berliner Bundestag vertreten. Zurzeit wirkt der evangelische Theologe als Militärseelsorger in Stetten am kalten Markt im Landkreis Sigmaringen. Zusammen mit seinem katholischen Kollegen ist er für knapp 3000 Soldaten zuständig. „Freiheitliche Demokratie lebt von Menschen, die auf der Basis Ihrer Werte Politik gestalten“ sagte der evangelische Pfarrer zu Beginn seiner Ausführungen zum Thema: Werte in unserer Gesellschaft.“ Jedes Gesetz ist auf Werte begründet, Wertanschauung auf Basis der Neutralität gibt es nicht“ betonte er dabei. Ein interessierter Zuhörer fragte: „Militärseelsorger, warum und wie wird man das?“. „Aus Respekt vor den Soldaten“ erwiderte Kober. Für ihn sei es Verpflichtung als Christ, den Soldaten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. In Auslandseinsätzen könnten Soldaten Ihre Religion nur eingeschränkt ausüben, deshalb komme die Religion zum Soldaten in Form eines Militärseelsorgers. Aus seiner Zeit im Bundestag berichtete Kober dass „Demokratie nicht irrtumsfrei sei“. Er als Christ setzte sich für den Frieden ein, „es gibt hier aber große Konflikte gegenüber der Realpolitik.“ betonte Kober. Was er früher als Politiker entschieden habe, wolle er jetzt als Pfarrer weiter begleiten, so Kober. Geduldig berichtete der Kirchenmann und nahm sich Zeit für anschließende persönliche Gespräche, dies sorgte für reichlich Gesprächsstoff unter den Gästen und einen interessanten Gesprächsabend.